Oben
Oben. Im A. T. ist o. der Himmel für den Herrn, die Erde hat er den Menschen gegeben, drunten sind die Toten in der Stille (Ps. 115,16. 17; Hi. 22,12). Von o. kommt Natursegen (1 Mo. 27,39; 49,25), oder Gott tut Zeichen o. am Himmel und unten auf Erden (Jes. 7,11; Apg. 2,19). Hingegen soll man nichts anbeten, weder o. noch unten, 2 Mo. 20,4. In der messianischen Zeit sieht der Prophet von o. Gerechtigkeit träufeln und die Erde Heil bringen, Jes. 45,8, vgl. Ps. 85,12. Schärfer wird der Gegensatz und näher die Verbindung von o. und unten im Neuen Testament Es ist einer, der sagt: Ich bin von o., ihr seid von unten, und darum könnt ihr nicht dahin kommen, wohin ich gehe (Joh. 8,22. 23; Joh. 3,31; 1 Kor. 15,47), und selbst der Täufer rechnet sich zu den Unteren. Von o. kommt zwar alle gute und vollkommene Gabe (Jak. 1,17), auch die obrigkeitl. Gewalt (Joh. 19,11), bes. die Heilsgabe in Christo, so die himmlische Weisheit im Gegensatz zur menschlichen und teuflischen, Jak. 3,15. 17. Wer ins Reich Gottes kommen will, muß von o. geboren werden (Joh. 3,3, statt „von neuem“). Die Christen haben eine obere Mutterstadt (Gal. 4,26), einen oberen Beruf (Phi. 3,14), sie trachten nach dem Oberen, da Christus ist, Kol. 3,1. 2.