Nichts
Nichts bezeichnet häufig ein Wesen, dem Kraft und Bestand, Gehalt und Wert fehlt. So im Alten Testament öfter teils von den Götzen, Jes. 41,29; 45,6; Jer. 10,3. 15; 51,18, teils vom menschl. Wesen als einem hinfälligen, Ps. 39,6; 62,10; 144,4; Jes. 30,7; 40,17. Sodann steht es im Alten und Neuen Testament von wirkungslosem, unnützem, verwerflichem Tun oder wertlosem Gut, Hi. 24,25, Rede, die n. ist, Ps. 14,1. Die Gottlosen taugen n. (eigentlich: verderben ihr Tun), Spr. 10,20, vgl. 31,30; Jes. 40,17; Hes. 13,6; Sach. 8,10. Im Neuen Testament mehrmals vom sittlichen Unvermögen und Unwert des Menschen ohne die Gnade Gottes und ihre rechte Aneignung, 1 Kor. 13,2; 2 Kor. 12,11; Gal. 6,3 (vgl. Joh. 15,5). Jesus selbst sagt: so ich mich selbst ehre, so ist meine Ehre n., Joh. 8,54. Ferner vom Unwert des nur äußeren Werks (der Beschneidung), 1 Kor. 7,19, wogegen dem Vertrauen auf eigene Werke die Gnade und der Glaube n., das heißt wertlos sein müßte, Röm. 4,14; 11,6. Dann auch von dem Geringgeachteten, dem äußerlich kein Wert beigelegt wird, so Hag. 2,3 vom zweiten Tempel (vgl. Apg. 19,27), 1 Kor. 1,28 von den Erwählten Gottes.
Hbr. 11,3 (Schöpfung der Welt) heißt es eigentlich: daß das, was man sieht, nicht aus Erscheinendem geworden sei (während 2 Makk. 7,28, der Ausdruck: „Gott hat alles aus Nichtseiendem gemacht“, gebraucht ist).