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Nebajoth

Nebajoth wird 1 Mo. 25,13 unter den Söhnen Ismaels aufgezählt. Der von ihm abgeleitete ismaelitische Stamm der Araber wird in der Bibel nur noch 1 Mo. 28,9; 36,3 und später Jes. 60,7 als ein Nomadenstamm erwähnt, während das Brudervolk der Kedarener häufiger aufgeführt wird. [Ebenso erwähnt Assurbanipal neben den Kidru (= Kadar) die Nabajâti (das heißt Nebo-Verehrer) als nordarabischen Nomadenstamm.) Dagegen erscheinen in der Zeit nach Alexander d. Gr. die Nabatäer (1 Makk. 5,25; 9,35) [deren Vorfahren in dem chaldäisch-aramäischen Nomadenstamm Nabatu der assyr. Inschriften zu erblicken sind], als ein sehr bedeutendes arab. Volk; [ihre zählreichen Inschriften sind aramäisch abgefaßt, ihre Personennamen dagegen meist rein arabisch und sie sind daher als arabisierte Aramäer und als die Erben der alten minäischen Kultur des Landes Midian zu betrachten]. Sie nahmen das Land der Idumäer mit der Hauptstadt Petra ein, breiteten sich vom Älanitischen Meerbusen nach Nordosten über Moab, das Ostjordanland, die syrische Wüste bis in den Hauran und gegen den Euphrat hin aus. Die Makkabäer Judas und Johannes durften sich ihrer Freundschaft erfreuen, 1 Makk. 5,25; 9,35. Früher ein von Kamel- und Schafzucht, sowie Karawanenhandel lebendes Nomadenvolk, hatten sie im letzten Jahrhundert vor Christi Geburt ein glänzendes Reich unter Königen, deren einer, Aretas, sogar Damaskus besetzte, und blühten durch Tapferkeit, Ackerbau, Handel und eine Kultur, deren Höhe die Ruinen von Petra noch bekunden. 106 n. Chr. machte unter Trajan Cornelius Palma ihrem Reich ein Ende. Ihre Kulturblüte überdauerte noch die Selbständigkeit des Reichs. [Indes sind die Namen Nebajoth (deren Sitze weiter im Innern Nordarabiens zu suchen sind) und Nabatäer (mit Tet statt Thau) und ebenso die beiden mit diesen Namen bezeichneten Völker vollständig zu trennen.]
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