Nagel
Nagel. Ein solcher dient, in die Wand eingeschlagen oder eingemauert, zum Aufhängen von Gerätschaften, ist daher Bild eines Mannes, an dem viel hängt, von dem viel abhängt, Sach. 10,4; Jes. 22,23-25, in letzterer Stelle zugleich des Festen und Unverrücklichen (vgl. Sir. 27,2), das freilich der Herr wohl herausreißen kann, das aber durch ihn wirklich sicher befestigt ist. Nagel heißt besonders auch der Pflock, der, in die Erde geschlagen, die Seile hält, über welche das Zelt gespannt wird, 2 Mo. 27,19. Ein solcher Zeltpflock war es, mit dem Jael den Sisera tötete, Ri. 4,21 f. Auch der Zeltpflock ist ein Bild des Feststehenden, Beständigen, Jes. 33,20, vgl. 54,2. Ein einziger Nagel am Heiligtum des Herrn bedeutet sicheren Anteil an seinem Haus und damit an seiner Gnade, Esra 9,8; die Worte der Weisen prägen sich leicht und sicher ein wie Nägel, Pr. 12,11.
Die Vorschrift, $$5 Mo,21,12::Dt21,12$$, daß eine Kriegsgefangene, welche ein Israelite ehelichen wollte, Haare und Fingernägel abschneiden mußte, hat den Sinn: sie sollte alles an ihren früheren Zustand Erinnernde ablegen.