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Nackt

Nackt. Die unschuldige Nacktheit, 1 Mo. 2,25, ist durch den Sündenfall verloren, 3,7, und jetzt ist die heil. Scham der notwendige Wächter der Unschuld. Nackt wird der Mensch geboren und n. kehrt er wieder in der Erde Schoß zurück, Hi. 1,21; Pr. 5,14. Er bedarf zur Deckung seiner Blöße der Kleider. Eliphas beschuldigt Hiob, Nackten die Kleider ausgezogen zu haben, 22,6, vgl. 24,7. 10. Dagegen beteuert Hiob, die Nackten gekleidet zu haben, 31,19. Dieser gute Werk, Hes. 18,7; Jes. 58,7; Tob. 1,20; 4,17, wird der Herr an jenem Tag auf sich beziehen, Mt. 25,36. Öfters ist übrigens die Nacktheit nur relativ (s. Art. Kleidung) vom Mangel des Obergewands zu verstehen, Joh. 21,7; 1 Sa. 19,24; Jes. 20,2. Daß Jesaja 3 Jahre in diesem Sinn n. und barfuß gehen soll, ist eine Abbildung von der schmachvollen Wegführung Ägyptens und Äthiopiens in die Gefangenschaft. So wird auch Babel, Jes. 47, und Jerusalem, Hes. 16,7. 22. 39 u. 23,29; Hos. 2,5 gedroht, daß ihnen die Kleider ausgezogen und sie in den Naturstand versetzt werden. Geistlich n., 2 Kor. 5,3; Offb. 3,17. 18; 16,15, ist der, welcher des Ruhms mangelt, den er an Gott haben sollte, der nicht durch Christum bedeckt ist.
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