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Myrrhe

Myrrhe, môr, das Harz von Balsamodendron myrrha L. Das Harz fließt als eine ölige Flüssigkeit teils von selbst aus, teils aus Einschnitten, welche in die Rinde gemacht werden. Das Öl gerinnt bald zu einer gelblichen Butter und erhärtet allmählich zu dem rötlich braunen Harz, wie es in den Handel kommt. Der Strauch wächst wild im glücklichen Arabien und wurde durch arab. Karawanen eingeführt. Die Verwendung der hochgeschätzten Myrrhe geschah zu Parfümerien (Ps. 45,9; Esth. 2,12; Mt. 2,11), Salben (hl. Salböl 2 Mo. 30,23), Räuchwerk (Hohel. 3,6; 4,6) und für medizin. Zwecke, auch wohl zum Einbalsamieren der Leichen, Joh. 19,39. Wenn Mk. 15,23 Jesu am Kreuz Myrrhenwein angeboten wurde, so sollte dies eine Wohltat sein und Betäubung zur Folge haben (vgl. Spr. 31,6). Zu 1 Mo. 37,25 s. Ladanum.
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