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Müßiggang

Müßiggang. Faulheit ist Scheu vor Anstrengung, Müßiggang die daraus hervorgehende Verschwendung der kostbaren Zeit mit Nichtstun oder mit Tun von Nichtigkeiten (vgl. Spr. 28,19 u. 12,11). Diesen geschäftigen Müßiggang, diese Beschäftigung mit Dingen, die uns nichts angehen, mit Versäumnis der uns zukommenden Arbeit nennt Paulus Vorwitz (2 Th. 3,11; 1 Tim. 5,13) und züchtigt ihn selbst in frommem Gewand. Müßiggänger soll die christl. Gemeinde nicht unterstützen, sondern in Zucht nehmen, 2 Th. 3,10. 14. Die Spruchweisheit redet eingehend vom Müßiggang als dem Weg zur Armut und (Sir. 33,29) zu vielem Bösen, vgl. 2 Sa. 11,1. 2; Mt. 12,44. Müßiggang ist die Sache eines untreuen Haushalters (Luk. 16,3. 19). Eben nichts getan zu haben, macht zur Verdammnis reif, Mt. 25,24-26 (vgl. Arbeit und Faulheit).
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