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Mühle

Mühle. Zuerst geschah wohl die Zerkleinerung der Getreidekörner fürs Kochen und Backen durch Stoßen im Mörser (s. d. Art.). Frühe kam man auch darauf, das Getreide zwischen zwei Steinen zu zerreiben, und indem man diesen die Kreisform gab und den oberen, der deswegen Wagen oder Läufer hieß, um eine im unteren befestigte Spindel mittelst eines Handgriffs drehte, war die Handmühle fertig, wie wir sie uns als Stück der israelitischen Haushaltung zu denken haben. Täglich wurde so viel frisch gewahlen und gebacken, als man gerade brauchte. Die Mühle oder auch nur den oberen Stein zum Pfand zu nehmen, ist deswegen 5 Mo. 24,6 verboten, denn damit wäre dem Schuldner das tägliche Brot entzogen. Das Land ist verödet, wenn die Stimme der Mühle nicht mehr gehört wird, Jer. 25,10. Das ermüdende Geschäft des Mahlens kam in geringeren Häusern der Frau zu, in größeren den Sklaven, bes. den Mägden, $$2 Mo. 11,::2. Mose 11,5$$5; Jes. 47,2; Mt. 24,41, aber auch männlichen Gefangenen, Ri. 16,21; Klgl. 5,13. Zur Zeit Christi gab es auch größere Mühleen, die durch Esel getrieben wurden, Mt. 18,6 (Grundtext „Eselsmühlstein“).
 Zeph. 1,11 ist Mühle eigentl. Mörser, ein Stadtteil von Jerusalem.
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