Mord
Mord, Morden, Mörder. Über die strafrechtliche Beurteilung und Bestrafung des Mordes im Alten Testament s. Totschläger, da dieses Wort hierfür stehend ist. In sittl. Beziehung gilt der Mord immer als grellstes Beispiel der Untaten, zu welchen die Sünde den Menschen hinreißt, Mt. 15,19; Röm. 1,29; Gal. 5,20; Offb. 9,21. Bei den Propheten gehört es zu den schlimmsten Zeichen ihrer Zeit, die sie zu rügen haben, daß ungescheut Mordtaten begangen werden (Jes. 1,21 Jer. 6,7; 7,9; Hes. 33,26). Das Berruchte des Mordes liegt darin, daß der Mensch sich am größten unersetzlichsten irdischen Gut seines Nebenmenschen, am Leben, vergreist, das zudem unter dem besonderen Schutz Gottes steht (1 Mo. 9,6). Die Wurzel des Mords ist in den meisten Fällen der Haß, wie schon beim ersten Mord, Morden, Mörder (1 Mo. 4, vgl. Gal. 5,20); der Herr freilich stellt den Hass allein schon dem Mord, Morden, Mörder gleich (Mt. 5,21 f.). Der eigentliche Urheber des Mordgeistes ist der Teufel, der Joh. 8,44 ein Mörder von Anfang heißt, eben mit Beziehung auf den ersten Brudermord (vgl. 1 Joh. 3,12, Kain war vom „Argen“).
Bildlich Ps. 42,11, „es ist als ein Mord, Morden, Mörder in meinen Beinen“ = es zehrt an meinem Leben, daß mich meine Freunde schmähen.