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Mittag

Mittag, die Zeit des höchsten Standes der Sonne, wo diese am hellsten scheint, daher ein Bild des Glückes und göttlichen Segens, Hi. 11,17; Jes. 58,10 (der Gegensatz Am. 8,9), des Offenkundigen und Unwidersprechlichen, Ps. 37,6, worin nur der Verblendete irren kann, 5 Mo. 28,29; Hi. 5,14; Jes. 59,10. Mittag ist aber auch die heißeste Zeit, in der man gerne Schatten sucht, um der verderblichen Hitze zu entgehen, daher die Bilder Ps. 91,6; Sir. 34,19. Als Essenszeit s. Mahl.
Nicht minder häufig bezeichnet Mittag die Himmelsgegend (= Süden), teils im allgem. die Richtung angebend, teils im besondern die südl. Teile Palästinas selber (zum Beispiel 1 Mo. 12,9, vgl. Mittagsland) oder südlich von Palästina gelegene Länder bezeichnend, zum Beispiel Arabien, Mt. 12,42, Ägypten, Dan. 11,5. 15. Von Süden her kommen über Palästina verheerende Stürme, Hi. 37,9. 17; Jes. 21,1, vgl. Hab. 3,3.
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