Mist
Mist. Daß die Israeliten solchen zür Düngung des Bodens gebrauchten, ist nach Luk. 14,35; 13,8 nicht zu bezweifeln; jedenfalls war aber die Düngung nicht in dem Grade erforderlich, wie bei uns. Getrockneter Mist diente auch zur Feuerung, vgl. Hes. 4,12. 15. Der Mist der Opfertiere beim Sündopfer mußte an einem reinen Orte außer dem Lager verbrannt werden, 2 Mo. 29,14; 3 Mo. 4,11 f.; 8,17; 16,27. Gewissenlosen Priestern droht Gott, Mal. 2,3, den Mist ihrer Festopfer aufs Angesicht zu streuen, b. h. sie aller Verachtung preiszugeben, bis man sie endlich selbst zum Mist hintrage. Den Belagerten in Jerusalem wird die äußerste Hungersnot in Aussicht gestellt, wenn es heißt, sie werden ihren eigenen Mist fressen, 2 Kö. 18,27; Jes. 36,12. Unter den göttl. Strafgerichten nennt Jer. 9,21; 16,4; 25,33 auch, daß die Toten wie Mist auf dem Felde werden, b. h. unbegraben liegen bleiben sollen.