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Messer

Messer. Die ältesten Messer waren von Stein; noch 2 Mo. 4,25; Jos. 5,2 f. werden solche erwähnt. Im salomon. Tempel waren nach 1 Kö. 7,50; 2 Chr. 4,22 goldene Messer zum Schlachten der Opfertiere. Bei der Mahlzeit brauchte man, wie heute noch im Orient, kein Messer, das Brot wurde gebrochen, das Fleisch kam zerlegt auf den Tisch. Die Sicheln, Jes. 2,4; 18,5; Joel 4,10; Mi. 4,3, sind nach dem Grundtext Winzermesser. Ein Federmesser, mit dem das Schilfrohr zugeschnitten wurde, ist Jer. 36,23 erwähnt, häufiger das Schermesser zum Beschneiden von Haar und Bart, wegen seiner notwendigen Schärfe ein Bild der schneidigen Lügenzunge, Ps. 52,4, wegen seiner gründlichen Wirkung ein Bild der feindlichen Verwüstung des Landes, Jes. 7,20. „Setze ein Messer an deine Kehle“, Spr. 23,2, rät die äußerste Vorsicht an. Spr. 27,17 bezeichnet treffend die gegenseitige Abschleifung und Witzigung des Menschen im Verkehr untereinander.
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