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Mesech

Mesech, eigentlich Meschek, in der griech. Übers. Mosoch, ist in der Völkertafel (1 Mo. 10,2 = 1 Chr. 1,5) der sechste Sohn Japhets und steht dort ebenso mit dem gleichfalls kleinasiatischen Thubal (s. d.) zusammen, wie auch sonst im Alten Testament, nämlich bei Ezechiel (27,13: Javan, Thubal und Mesech verhandelten nach Tyrus Sklaven und Erz; 32,26: Mesech und Thubal liegen erschlagen da; 38,2 und 39,1: Gog, der oberste Fürst in Mesech und Thubal) und wahrscheinlich auch Jes. 66,19 (wo „Mesech, Thubal und Javan“ zu lesen statt moscheke hak-keschet, Tûbal we-Javan, wo also hak-keschet, „Bogen“ nur späterer Zusatz sein wird), in den assyrischen Königsinschriften (Tubal und Musku) und bei Herodot (Moscher und Tibarener, als zur 19. Satrapie des Darius gehörig). Ps. 120,5, wo Mesech in Parallelismus mit den Zelten Kedars steht, ist indes wohl ein anderes, arabisches Mesech gemeint, vielleicht das keilinschriftliche Miski, dessen genauere Lage allerdings auch noch nicht bekannt ist, falls man nicht etwa gar Massa’ zu korrigieren hat. Man verlegt die Sitze der Mosker gewöhnlich in den Nordosten Kleinasiens und verglich dazu das heutige Mzchet bei Tiflis, während dann die Tibarener weiter südlich, etwa im ehemaligen Königreich Pontus, anzusetzen sind. Indes die Bezeichnung des berühmten Phrygerkönigs Midas als Mitâ von Muski bei den Assyrern legt es nahe, die Mosker ursprünglich nach Phrygien zu verlegen, von wo sie (oder ein Teil von ihnen) dann weiter nach Osten zu gewandert wären. In 1 Chr. 1,17 steht Mesech irrtümlich für Mas (unter den Söhnen Arams), wie 1 Mo. 10,23 richtig bietet.
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