Meister
Meister.
1)
a. im Gegensatz zum Schüler (Luk. 6,40), wer eine Kunst so versteht, daß er sie auch andere lehren kann, zum Beispiel Musik (1 Chr. 25,7); Sterndeutung (Jes. 47,13); Metallbereitung (1 Mo. 4,22; 1 Kö. 7,14); Juwelierkunst, Weben u. Sticken (2 Mo. 38,23). Die Hebräer könnten nach der Länge der Zeit Lehrer, nicht ABCschüler im Wort von der Gerechtigkeit fein, Hbr. 5,12. Hingegen wollen die Irrlehrer, 1 Tim. 1,7, der Schrift Meister, genauer Gesetzeslehrer sein, ohne über das Wesen des Gesetzes sich klar zu sein.
b. im Gegensatz zum Werk = Verfertiger (Jes.29,16; Röm. 9,20; Sir. 9,24). So ist Wsh. 14,10 der Meister der Verfertiger des Götzen.
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2) Von Gott wird es gebraucht Jes. 33,22 im Sinn von Gebieter; Jes. 45,11 ist es der Bildner Israels mit unbedingtem Hoheitsrecht; Jer. 3,4 es der Mann Israels; Jes. 63,1 bedeutet es: mächtig zu helfen. —
3) Von Christo. Wo er Meister genannt wird, heißt es im Grundtext teils Rabbi, Joh. 3,2; 9,2; 11,8, teils Lehrer, Mt. 8,19; 12,38; 19,16; 22,16; 24,36; Mk. 4,38; 5,35; Luk. 11,45; 12,13, teils Aufseher (Luk. 9,33; 8. 24. 45; 17,13), welche Ausdrücke nach Joh. 1,38 und 20,16 gleichbedeutend sind. Die damaligen Schriftgelehrten, überhaupt Religionslehrer ließen sich gern so nennen, Mt. 23,7; Joh. 3,10. 26, und der Herr nimmt den Titel an (Joh. 13,13), obwohl er ihn dem reichen Jüngling und Nikodemus gegenüber nicht ausreichend findet. In seiner Gemeinde hingegen verbietet er diesen Titel, Mt. 23,8. 10. Weil hier alle von Gott gelehrt sind, fällt der Unterschied von Gelehrten, Obersten und Laien weg (Joh. 7,48. 49; Apg. 4,13) und Einer ist Meister, Christus.