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Megiddo

Megiddo [babyl. Makida in den Tell-el-Amarnabriefen, wo ein Fürst Biridia von Megiddo erwähnt wird, altägypt. Makita] eine sehr alte Stadt, deren Bewohner Josua zinspflichtig machte, 17,11. 12; Ri 1,27, gehört später zum Gebiet Isaschar, wurde aber doch Manasse zugeteilt, Jos. 17,11. Schon lange vor Mose wird die wichtige Stadt, welche die Kisonebene und die Aufgänge zum Gebirg Ephraim beherrschte, von dem Ägypterkönig Thutmes III. erwähnt. Salomo stellte sie als Festung wieder her, 1 Kö 4,12; 9,15. An den Wassern Megiddo, dem Kison, der von dort her seinen Hauptarm (Ledschun) erhält, siegte Barak über Sisera, Ri 5,19; in der „Ebene Megiddo“ erlag Josia dem Pharao Necho, 2Kö 23,29, und starb in Megiddo, wo einst auch der König Ahasja von Juda, 2Kö 9,27, seinen Tod gefunden hatte. Seit Robinson hält man Megiddo meist für das Legio Eusebs, jetzt el-Leddschun. Adolf Schlatter hat diese Annahme eingehend bekämpft (Zur Topographie und Geschichte Palästinas. Stuttgart 1893, S. 290 ff.). Er identifiziert Legio mit dem Bischofssitz Maximianopolis, welches Hieronymus für das Hadad Rimmon Sach 12,11 erklärt, und schlägt für Megiddo Djeda am Nordrand des westl. Teils der Ebene vor. Conders Vermutung, es sei = Chirbet el Medschedda bei Beisan-Skythopolis, hat nur den ähnlichen Namen für sich. Megiddo = el-Leddschun ist ohne Zweifel für einen Kampf zwischen dem König von Juda und dem Ägypter auffallend (vgl. Öttli, Geschichte Israels S. 436 f.). Neuerdings sucht man Megiddo in den vom deutschen Palästinaverein ausgegrabenen Ruinen von Tell-el-Mutesellim.
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