Maulbeerfeige
Maulbeerfeige ist die Frucht der Sykomore, (ficus sycomorus) des Maulbeerfeigenbaums, eines der verbreitetsten Bäume in Ägypten, Ps. 78,47, der vom Maulbeerbaum wohl zu unterscheiden ist. Er verlangt ein wärmeres Klima als der Maulbeerbaum und findet sich nur in den Niederungen Palästinas wie dem Jordantal. Der Feigenbaum des Zachäus (Luk. 19,4) war eine Sykomore. Die größte bekannte Sykomore steht heutzutage in den Ruinen von Heliopolis bei Kairo, deren Stamm über 2 m Durchmesser hält. Die Früchte der Sykomore, die vom Juni an reifen, schmecken fade und holzig und werden nur von den ärmeren des Volks als Nahrung genossen. Der Hauptvorzug des Baums ist sein Schatten, den seine dicht belaubte Krone gewährt, Luk. 17,6 u. 19,4, und sein leichtes, aber dauerhaftes Holz: von den ältesten Zeiten her sind die Mumiensärge aus Sykomorenholz gefertigt. Ihre mehr als tausendjährige Erhaltung zeugt für die Unverwüstlichkeit des Holzes.
Ein anderes ist der Maulbeerbaum, morus alba L, der heutzutage in ganz Palästina verbreitete Baum, dessen Blätter die Nahrung der Seidenraupe abgeben, der aber vor dem Mittelalter weder in Kleinasien noch in Europa bekannt war.