Mara
Mara (Bitterkeit), heißt die Station, welche die Israeliten nach dem Durchgang durchs Rote Meer und nach dreitägiger Wanderung durch die Wüste Sur erreichten. Es war dort eine Quelle mit bitterem Wasser, das aber trinkbar wurde, als der Herr Mose ein Holz zeigte, das er hineinwarf, 2 Mo. 15,22-26; 4 Mo. 33,8. Die Bestimmung der Lage von Mara richtet sich nach der Anschauung von der Richtung des Zugs überhaupt. Brugsch bei seiner eigentümlichen Ansicht (s. d. Art. Auszug aus Ägypten) sucht Mara bei den Bitterseen nördlich vom Busen von Suez; ein anderer, der die Stätte des Durchgangs durch das Rote Meer drei Tagreisen nördlich von Sues sucht (bis wohin das Meer sich damals durch einen Kanal an die Bitterseen ausgedehnt haben soll), hält die Quelle (Ain) Naba 3 St. ostsüdöstlich von Sues für Mara Wenn die Israeliten aber in der Gegend von Sues übergingen, muß der Ort weiter südlich gelegen sein. Dort findet sich in der Tat eine passende Stätte, nicht im jetzigen Wadi Amara noch im Wadi Gharandel (siehe Elim), sondern in der Quelle im Wadi Hawara, 15 bis 17 St. von Sues, mit bitterem Wasser und umgeben von unedlem Gebüsch u. Dornsträuchern; der Brunnen hat an der Mündung 1,5-1,8 m im Durchmesser und 2,7 m Tiefe, ist aber unten beträchtlich weiter, das Wasser fanden die Reisenden nur etwa 0,6 m tief. Den Arabern gilt es für das schlechteste Wasser der Gegend; doch haben es die Reisenden zu Zeiten auch genießbar gefunden.
Ruth 1,20 stellt Naemi diesem ihrem Namen den Namen Mara als den passenderen gegenüber wegen des bitteren Leides, das sie getroffen hat.