Mangel
Mangel
1) an Brot ist Folge der Sünde (Am. 4,6; 2 Sa. 3,29), insbesondere von Trägheit (Spr. 6,11; 14,23), Luxus (21,17), Großtuerei (12,9), Habsucht (21,5; 22,16), während die den Herrn fürchten, keinen Mangel haben an irgend einem Gut (Ps. 34,10. 11; Ps. 23,1; 84,12; Sir. 32,28; 40,27) und auch Geben nicht arm macht, Spr. 28,27. Insbesondere hat dem Volk Gottes auf seiner Wüstenreise (5 Mo. 2,7; Neh. 9,21) und den Jüngern Jesu (Luk. 22,35) nichts gemangelt, vgl. Jes. 51,14. Die Aufhebung des Mangels, also die Lösung der sozialen Frage, ist die Gemeinschaft der Erlösten, weil hier durch die Liebe die Fülle des einen dem Mangel des andern dient (Apg. 4,34; 2 Kor. 8,14. 15; Jak. 2,15, vergl. Ri. 19,20; 5 Mo. 15,8). Ja der geistige Reichtum des Christen macht ihn zu beidem geschickt, übrig haben und Mangel leiden, Phi. 4,12. —
2) Bei den Korinthern ist kein Mangel an Charismen, 1 Kor. 1,7, den Thessalonichern möchte Paulus den Mangel des Glaubens (an Einsicht und Kraft) erstatten, 1 Th. 3,10, Mangel an Weisheit wird durch Gebet ersetzt, Jak. 1,5. Nach Kol. 1,24 erstattet Paulus, was noch mangelt an Trübsalen Christi für seinen Leib, die Gemeinde. Die Hauptstreiter Christi übernehmen zum Besten der andern ein vorzügliches Maß der Leiden, die dem Leib in Ähnlichkeit des Haupts in der Fortführung seines Kampfes, jedoch nicht zur Büßung der einmal versöhnten Sünde, zugemessen sind, Eph. 3,1. 13; Offb. 1,9.