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Mal

Mal.
1) = Malstein, ein zur Erinnerung an eine Erscheinung oder an eine besondere Gnadenwohltat Gottes aufgerichteter Stein. Einen solchen richtete Jakob in Bethel auf und weihte ihn durch Salbung mit Öl zu einem heiligen Stein (zweimal erzählt 1 Mo. 28,18; 35,14) auf dem er Trankopfer ausgoß. Vgl. Samuels Stein Ebenezer, 1 Sa. 7,12. Ein solcher Malstein soll nach der Weissagung Jes. 19,19 einst die völlige Bekehrung Ägyptens anzeigen. Weil übrigens an solche Malzeichen sich leicht Höhendienst und Heidentum anschloß — das kanaanitische hatte solche Malsteine, Massebben genannt —, so war, 3 Mo. 26,1, die Aufrichtung derselben mit dem Zweck, davor anzubeten, den Israeliten verboten. Zu weltlichem Zweck dient das „Mal“ oder der Haufe, den Laban als Zeugen seines Vertrags mit Jakob aufrichtet (1 Mo. 31,51 ff.). Das Mal Hes. 39,15 ist ein Signalzeichen, um die Stellen wieder aufzufinden, wo man einen Leichnam gefunden hat. —
2) Mal am Leib; sich ein solches um eines Toten willen am Leib zu reißen, war heidnische Sitte und darum den Israeliten verboten, 3 Mo. 19,28; 5 Mo. 14,1 insbesondere den Priestern, 3 Mo. 21,5. Über die Aussatzmale s. Aussatz.
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