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Lud

Lud, Luditer (assyr. Luddu).
1) 1 Mo. 10,22; 1 Chr. 1,17 als Nachkomme Sems genannt. Damit sind ohne Zweifel die Lydier (vgl. 1 Makk. 8,8) gemeint, die Bewohner des mittleren Teils der Westküste von Kleinasien (s. Karte II). Sie hatten ein namentlich an der Küste sehr fruchtbares, reiches Land, das freilich auch daran mit die Schuld trägt, daß das früher kriegerische Volk später üppig u. weichlich wurde. (Unter König Krösus wurde es eine Beute der Perser.
Die Lydier gelten als Erfinder der Münzkunst; ihre Münzen sind die ältesten, die man kennt, vgl. ). —
2) Jes. 66,19 (Lud), 1 Mo. 10,13 (Luditer, Luthers Lydien), auch Jer. 46,9; Hes. 27,10; 30,5 wird ein anderes gleichnamiges, aber doch ganz verschiedenes Volk genannt, das nach 1 Mo. 10,13 zu Ägypten gehört. Welches alte, nordafrikanische Volk damit gemeint sein kann, darüber gibt es bis jetzt nur unsichere Vermutungen.
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