Zum Inhalt

Löcken

Löcken.
1) So übersetzt Luther im Alten Testament mehrere hebr. Worte von ähnlicher Bedeutung: raqad Hi. 21,11, das fröhliche Hüpfen der Kinder; dalag Jes. 35,6, das Laufen munterer, schnellfüßiger Tiere (Hirsch); pusch Jer. 50,11, das mutwillige Springen gemästeter Kälber, denen es zu wohl ist; ba’at 1 Sa. 2,29, das störrische Hintenausschlagen des Stiers gegen seinen Treiber, Bild für das trotzige Widerstreben des Volks gegen die göttlichen Ordnungen. —
2) Am nächsten verwandt damit ist der Gebrauch des Wortes im Neuen Testament, Apg. 9,5; 26,14: „wider den Stachel löcken“. Statt mit der Peitsche wurden im Morgenland die Zugtiere mittelst eines mit einem Stachel versehenen Steckens von hinten angetrieben, gegen den sie sich durch Ausschlagen zu wehren suchten. Der Sinn jenes Wortes ist: Saulus könne zwar auch gegen diesen stärksten Antrieb des Herrn (die Erscheinung auf dem Wege nach Damaskus) sich sträuben, doch werde ihm das nicht leicht werden.
Zur Übersicht