Lod
Lod, ein Flecken auf der Grenze zwischen dem Hügelland und der Küstenebene, erst später von einem benjaminitischen Geschlecht besetzt, 1 Chr. 8,12; nach dem Exil wieder besiedelt, Esra 2,33; Neh. 11,35. In 1 Makk. 11,34 u. Apg. 9,32 ff. (Heilung des Äneas) erscheint es als Lydda. Nach der Zerstörung Jerusalems wurde es ein Hauptsitz des zäh am Gesetz, an der Messiashoffnung und am heiligen Lande festhaltenden Judentums und seiner angesehenen Schriftgelehrten. Nach Schlatter wurde die jüdische Gemeinde in Lod schon von den Kämpfen der trajanischen und hadrianischen Zeit berührt; wohl unter Septimius Severus wurde das jüdische Lydda, vielleicht wegen Unruhen der Judenschaft, die mit dem Partherkrieg zusammenhingen, vernichtet und in die „Zeusstadt“, Diospolis, umgewandelt. Lydda war auch Bischofssitz, nach der Legende die Heimat des h. Georg, der hier auch begraben sein soll. Im Mittelalter konnte es neben dem aufblühenden Ramle seine Bedeutung nicht behaupten. Das Merkwürdigste in dem jetzigen Dorf Ludd, das ½ M. nördlich von Ramle, 2½ M. südöstl. von Joppe am Rand der hier trefflich bebauten, mit Öl- u. Feigenbäumen und einzelnen Dattelpalmen bepflanzten Küstenebene liegt, sind die Reste einer Kirche des h. Georg ().