links
Linke, links. Wie die l. Hand in der Regel die weniger zur Arbeit geschickte ist, — Ri. 3,15 ist es als etwas Besonderes angeführt, daß Ehud „links“ war (wörtlich: gebunden, das heißt gelähmt an der rechten Hand), ebenso 20,16 — so wird die l. Seite schon früh als die weniger günstige angesehen. Joseph wünscht, daß sein Erstgeborener durch Auflegung der rechten Hand des Großvaters gesegnet werden solle; Jakob aber legt absichtlich dem älteren die l. auf, weil diesem nur ein bescheidenerer Teil des Segens zukommt, 1 Mo. 48,13 ff. „Des Narren Herz ist zu seiner Linken“ (gerichtet), das heißt er ist geneigt zu Schlimmem, Pr. 10,2. Im Gleichnis Christi werden die Bösen zur Linke, links gestellt, Mt. 25,33. 41. Häufig werden aber die Linke, links und die Rechte ohne Unterschied zusammengestellt als die beiden Seiten; immerhin steht dann die Rechte voran. Der Platz zur Rechten und Linke, links des Herrn, den die Söhne Zebedäi wünschen, Mt. 20,21 ff., bedeutet die nächste Nähe und den Vorzug vor andern. Vgl. Mt. 27,38; 4 Mo. 20,17.
Die Waffen zur Rechten u. Linke, links sind die Angriffswaffen (Schwert u. dgl.), in der Rechten, und die Verteidigungswaffe, der Schild in der Linke, links, 2 Kor. 6,7.
Laß deine l. Hand nicht wissen, was die rechte tut, Mt. 6,3, ist sprichwortartiger Ausdruck für: Verbirg es vordirselbst, vollends vor andern.