Zum Inhalt

Licht

1) Natürlich

Häufig in der natürlichen Bedeutung, zuerst im Schöpfungsbericht, wo das Licht, die Voraussetzung des Lebens und der Ordnung, als das erste Schöpfungswerk auftritt und zwar, der antiken Auffassung entsprechend, zunächst unabhängig von den Lichtkörpern, 1 Mo. 1,3. 14.

2) Übertragen

Bildlich wird es in mannigfacher Weise gebraucht: Mt. 6,23 vom Auge als dem inneren Organ fürs Göttliche, 10,27 im Sinn von Öffentlichkeit, weiter = das sittlich Gute, was das Licht nicht zu scheuen braucht, vgl. Joh. 3,20, im Gegensatz zum Bösen = Finsternis, zum Beispiel Eph. 5,8f.; 6,12; 2 Kor. 6,14; 11,14.
Wichtig ist insbesondere die Bedeutung, wonach Licht den Zustand des Heils und der daraus folgenden Lebensentfaltung und Gestaltung bezeichnet, in erster Linie des Glücks oder Segens, weiterhin wiederum die sittliche Seite: Wahrheit und Reinheit. So häufig im Alten Testament Hi. 18,5; Ps. 27,1; 36,10; 97,11; Mi. 7,8; namentlich vom Gegenstand der Heilsverheißung: Jes. 9,1; 42,6; 60,1-3. Dementsprechend im Neuen Testament in alttestamentlichen Zitaten: Mt. 4,16; Apg. 13,47. Mit Vorliebe in den johanneischen Schriften von Christus als dem Vermittler des Heils im Vollsinn des Worts: Joh. 1,4 ff.; 3,19 ff.; 8,12; 9,5; 12,35; von Gott 1 Joh. 1,5: er ist der Quellort des reinen und seligen Lebens. Auch in den paulinischen Stellen: 2 Kor. 4,6; 1 Th. 5,5; Röm. 13,12 ist die sittliche Bedeutung zusammenzunehmen mit der Beziehung auf das Heil. In Kol. 1,12 Erbteil der Heiligen im Licht, 1 Tim. 6,18 Gott wohnt in einem Licht, da niemand zukommen kann, bezeichnet es zugleich den überweltlichen Charakter; Jak. 1,17 Vater des Lichts, wörtlich: „der Lichter“ = Himmelskörper, als Symbole der reinen, seligen, himmlischen Geister.
Zur Übersicht