Libyen
Libyen [im ägypt. ist Ra-bu, was etwa Lebu gesprochen wurde, zuerst seit dem 13. Jahrhundert als Name eines einzelnen libyschen Stammes bezeugt, später wurde Luby u. ä. dann auf das ganze, früher Tehennu genannte Gebiet westlich von Unterägypten übertragen] ist bei den Griechen und Römern der Name eines sehr verschieden begrenzten Landes:
1) im engsten Sinn das Land unmittelbar westl. von Unterägypten;
2) das ganze Land westlich von Ägypten bis zur Provinz Afrika. In diesem zwischen Ägypten und der Provinz Afrika gelegenen Libyen unterschied man
a. Marmarica im Osten,
b. Kyrenaika im Westen, bis zur Provinz Afrika reichend, und
c. das eigentliche oder innere Libyen südlich davon;
3) ganz Afrika. Apg. 2,10 wird Libya Kyrenaika genannt.
— Im A. T. hat Luther mit Libyen oder Libyer übersetzt
1) das hebr. Lubim, Na. 3,9; 2 Chr. 12,3; 16,8; Dan. 11,43, womit in der Tat die westlichen Anwohner der Ägypter gemeint sind; die 1 Mo. 10,13 genannten Lehabiter sind wohl auch mit den Lubim oder Libyern gleichbedeutend;
2) auch das hebr. Put hat Luther Hes. 27,10; 30,5; 38,5 mit Libyen übersetzt. Vgl. d. Art.null