Leiten
Leiten kann sowohl die äußere Führung ausdrücken als die innere Lenkung der Herzen, hier besonders mit dem Nebenbegriff teilnehmender Fürsorge und treuen Schutzes.
1) Von Gott, der vornehmlich durch die 40jährige Führung seines Volkes durch die Wüste bis nach Kanaan hinein, 2 Mo. 15,13; 33,14; 5 Mo. 8,2. 15; Ps. 78,14. 53; Jes. 48,21; Jer. 2,6; Am. 2,10; Wsh. 10,17. 18, sich als den alleinigen Gott Israels verherrlicht hat, 5 Mo. 32,12, der Ephraim bei den Armen genommen, am Leiteband gehalten und die Füße regen gelehrt hat, wie eine Mutter ihr Kind, Hos. 11,3, der heute noch die Seinigen, die ihn um Leitung in seinem Licht, in seiner Wahrheit und Gerechtigkeit bitten, Ps. 5,9; 25,5; 27,11; 31,4; 43,3, regiert und führt, wenn auch auf wunderbaren, so doch auf rechten Wegen, Ps. 25,9; 107,7; Spr. 4,11; Jes. 48,17, auf dem Weg seiner Gebote, Ps. 119,35; auf ewigem Wege, Ps. 139,24, besonders die geistlich Blinden auf gewissem Wege, Jes. 42,16, durch zarte Augenleitung, Ps. 32,8 (vgl. Ps. 73,24), mit der Absicht, Buße zu erwecken, Röm. 2,4. Die Seinen führt er zu manchen leiblichen und geistlichen Erquickungen, Ps. 23,2; Jes. 49,10; Jer. 31,9, und am Ende zur Herrlichkeit, Hbr. 2,10.
Auch von Christus als dem Lamm und guten Hirten zugleich wird solche Leitung bezeugt Offb. 7,17, desgleichen vom h. Geist, der in alle Wahrheit l., Joh. 16,13. —
2) Von Menschen bei äußerer Führung, zum Beispiel von Blinden, Ri. 16,26; Mt. 15,14, dann bei der Leitung der Seelen oder bei Anleitung des Geistes. Daß erstere oft mangelhaft, Jes. 51,18; Apg. 8,31, ja schädlich u. verderblich ist, Mt. 23,16. 24; Röm. 2,19; 1 Kor. 12,2, wird beklagt.