Leiblich
Leiblich ist meist Gegensatz zu geistig, innerlich: l. Angesicht, Jak. 1,23, im Gegensatz zu der Beschaffenheit der Seele; l. Güter, Röm. 15,27; 1 Kor. 9,11, im Gegensatz zu geistl. Wohltaten usw. Wenn 1 Tim. 4,8 der l. Übung wenig Nutzen zuerkannt ist, nämlich der Übung in l. Fertigkeiten u. Geschicklichkeiten, so sollen diese damit nicht an sich verworfen, sondern nur gezeigt werden, wieviel größeren Nutzen die Gottseligkeit habe.
Wenn Hbr. 9,13 gesagt ist, das Blut der alttest. Opfertiere heilige — zu der leibl. Reinigkeit, so ist dies nicht in grobäußerlichem Sinn zu verstehen, sondern so wie die ganze Heiligkeit im Alten Testament einen äußerlichen, schattenhaften Charakter hat (vgl. Heilig 3c).
Einigemal ist l. = leibhaftig im Gegensatz zu einer nicht wirklichen Erscheinung (Luk. 3,22) oder = wirklich im Gegensatz zu einer bildlichen Ausdrucksweise (Joh. 11,13).