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Kuchen

Kuchen verschiedener Art waren bei den Israeliten im Gebrauch.
1) Einfache, nur aus Semmel-, seinem Weizenmehl und Wasser zubereitete, auf heißen Steinen oder in der Asche von Kamels- oder Kuhmist gebackene, häufig ungesäuerte, dünne Fladen (ugga), 1 Mo. 18,6; 2 Mo. 12,39; 1 Kö. 19,6 (Luther — ein geröstet Brot), s. Backen. Die Not der Belagerten wird Hes. 4,12 damit angedeutet, daß sie Gerstenkuchen (das Brot der Armen) auf der Asche von Menschenmist gebacken essen müssen. —
2) Dickere, mit Öl zubereitete durchlöcherte Kuchen (challah), 2 Sa. 6,19 (Luther Brotkuchen), wie sie besonders zum Speisopfer verwendet wurden, 2 Mo. 29,2; 3 Mo. 2,4; 8,26; 4 Mo. 15,20. Ganz ähnlich wie diese waren die Schaubrote, 3 Mo. 24,5, s. d. Art. Auch den Götzen, zum Beispiel der Astarte, wurden Kuchen geopfert, Jer. 7,18; 44,19. Die 1 Kö. 14,3 genannten, nach dem Grundtext „punktierte“ Kuchen, waren wahrscheinlich mit Körnern besteckt.
4) Hos. 7,8: „Ephraim ist wie ein nicht umgewendeter Kuchen“, der oben nicht gar wird und unten anbrennt, also völlig verdirbt, d.h. durch Vermengung mit heidnischem Wesen richtet sich Ephraim selbst zu Grund.
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