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Kranz

Kranz.
1) aus Blumen oder grünen Zweigen. Mit solchen schmückten
a. die Heiden die Opfertiere, wenn sie zum Altar geführt wurden, Apg. 14,13; auch wohl die Bilder ihrer Götter, Bar. 6,9, als Sinnbild des in den Göttern personifizierten Naturlebens. So bekränzte man sich zu Ehren des Bacchus mit Efeu, 2 Makk. 6,7.
b. Sieger im Kampfspiel erhielten solche als Ehrenpreis, Wsh. 4,2 (s. Krone). Siegreich heimkehrenden Feldherren wurden Kranz zugeworfen, Jud. 3,8.
c. Die Zecher setzten solche bei den Trinkgelagen auf als Zeichen der Freude, Wsh. 2,7 f.; Jes. 28,3.
d. Als Gegensatz gegen den schnell welkenden Kranz der Trunkenen in Samaria verspricht Jahveh Jes. 28,3. 5 dem frommen Rest des Volkes zum herrlichen Kranz zu werden, das heißt sie zu bleibender Ehre und Herrlichkeit zu bringen, während jene gänzlich zu schanden werden.
2) Der goldene, oben um die Bundeslade herlaufende Kranz ist wohl als eine zur Verzierung angebrachte, mit kunstreicher Arbeit versehene Leiste zu denken (s. Bundeslade), 2 Mo. 25,11; 25,24; 30,3. 4; 37,2 ff. Beim Fest der Tempelweihe, 1 Makk. 4,57, wurden u. a. goldene Kränze als Verzierung an der Außenseite des Tempels angebracht.
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