Kot
Kot.
1) Unrat. Auskehricht, den man auf die Straße wirft, sucha, Jes. 5,25; Klagel. 3,45; Phil. 3,8, besonders die menschl. Exkremente, 1 Kö. 14,10; Spr. 30,12. —
2) Der schlammige Morast der Straße selbst (tit), 2 Sa. 22,43; Ps. 18,43; 2 Petr. 2,22; Ps. 69,15; Sach. 9,3 oder der schmutzige Schlamm, den die Meereswellen auswerfen, Jes. 57,20. der Brei aus Erde u. Speichel, mit dem Jesus die Augen des Blindgeborenen bestrich, Joh. 9,6, der menschl. Leib als aus Erde bestehend, Sir. 10,10. —
3) Mist (s. d.), womit man das Feld bedüugt (domen). Damit werden unbeerdigt liegenbleibende Leichname verglichen, Jer. 8,2; 2 Kö. 9,37; Misthaufen als die Stätte, wo die Elendesten ihr Lager aufschlagen, 1 Sa. 2,8; Ps. 113,7; Jes. 25,10 (Moab wird zertreten werden wie Stroh in den Mistpfuhl); Klagel. 4,5; Mal. 2,3, wörtlich: Siehe, ich streue euch Kot ins Gesicht, den Mist eurer Festopfertiere (vgl. 2 Mo. 29,14; 3 Mo. 4,11), bis ihr selbst zu ihm, zum Misthaufen, hinausgetragen werdet, das heißt bis eure Leichname unbegraben wie Mist hingeworfen werden. —
4) Cisternengrube, auf deren Grund sich stets Schlamm befand, so daß, wer sich hineinbegab, beschmutzt wurde, Hi. 9,31. Fast in all diesen Bedeutungen ist Kot das Bild des Wertlosen, Unreinen, Verabscheuungswürdigen.