Kornhäuser
Kornhäuser, Kornstädte.
1) Daß in kornreichen Gegenden wie Ägypten, Babylonien, Jer. 50,26, und Palästina, Joel 1,17, auch Vorratsräume für Aufbewahrung des Getreides vorhanden waren, ist selbstverständlich. Als Scheunen haben wir sie zu denken 1 Kö. 9,19, als bedeckte Gruben auf dem Feld Jer. 41,8. Siehe Ackerbau. Mal. 3,10 ist ein Vorrats haus genannt, in welches die ans Heiligtum zu entrichtenden Zehnten gebracht werden sollten. —
2) Schon 1 Mo. 41,35. 56 ist im Hebr. nicht von Kornhäuser, Kornstädte häusern, sondern von einer Sammlung des Getreides in Städten die Rede das heißt befestigten Plätzen, welche eben zu dem Zweck angelegt wurden, um die großen, dem König gehörigen Getreidevorräte vor Raub und Plünderung zu schützen. (Vgl. auch 2 Mo. 1,11 und die Artt. Pithon und Raemses.) Aus denselben Gründen wurden wohl von den bedeutendsten und umsichtigsten Königen Judas (Salomo 1 Kö. 9,19; 2 Chr. 8,4 u. 6; Josaphat 17,12; Hiskia 32,28) Kornoder Vorratsstädte, das heißt große, befestigte Getreidedepots angelegt. ( zeigt einen ägyptischen Kornspeicher, wo das Getreide oben eingefüllt wird, um durch die Türchen a, b wieder herausgeholt zu werden.)