Kette
Kette.
1) Fesseln, mit denen die Gefangenen an Händen und Füßen gebunden wurden, 2 Sa. 3,34. Die Fußfesseln bestanden aus zwei ehernen (ebr. nechuschtaim = das Paar der Eherne. Ri. 16,21; 2 Sa. 3,34; 2 Kö. 25,7; 2 Chr. 33,11; 36,6; Jer. 52,11) oder eisernen (Ps. 105,18; 149,8) Ringen, welche über dem Knöchel befestigt und durch einen Querstab so verbunden waren, daß sie nur ganz kleine Schritte geftatteten. Vgl. Gefängnis. Weil die Gefangenschaft in der Regel mit Fesselung verbunden war, wird die K, zum Bild der Gefangenschaft selbst, Hes. 7,23; Eph. 6,19 f.; 2 Tim. 1,16; so auch Ketten der Finsternis für ein in äußerster Finsternis befindliches Gefängnis, 2 Petr. 2,4; Judä 6. —
2) Ketten (Kettlein) zur Zierde,
a. als weiblicher Schmuck für den Hals, Hes. 16,11, für den Arm, Jes. 3,19, für die Füße (Schrittkettchen), Luther = Gebräme, Jes. 3,20.f. Geschmeide.
b. Die Verleihung einer goldenen Halskette ist bei den Ägyptern. 1 Mo. 41,42, wie später bei den Persern, Dan. 5,7. 16. 29, eine hohe Auszeichnung für einen Staatsbeamten (vgl. ).
c. Kette am Brustschild des Hohepriesters, $$2 Mo. 28,22,f.::2. Mose 28,22f$$ Hohepriester.
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3) Über das Kettenwerk, 2 Chr. 3,5. 16, eine kettenartige Verzierung der Tempelwände u. der Säulen Jachin und Boas, vgl. Jachin; Tempel.