Javan
Javan (eigentl. die Jonier, aber dann, wie auch nach assyr. Sprachgebrauch, auf die Griechen überhaupt übertragen), nach der Völkertafel 1 Mo. 10,2 als Abkömmling Japhets und 10,4 als Stammvater von Elischa (wohl Alaschia = Cypern), Tarschisch (Tarsus?), Kittim (sonst Kition auf Cypern, vielleicht aber hier die gegenüberliegende kleinasiatische Küste) und Rodanim (Rhodier, so wohl für Dodanim zu korrigieren) bezeichnet. Zur Assyrerzeit, wo unter Senacherib Griechen bereits als Söldner eingestellt erscheinen, werden Sach. 9,13 die „Kinder Griechenlands“ den Kindern Zions gegenübergestellt; ähnlich bei dem etwas späteren Joel (zur Zeit der Skytheneinfälle) 4,6, wonach die Tyrer Juden an Javan als Sklaven verkauft, wofür zur Strafe Tyrer von Juda nach Südarabien verhandelt werden sollen. Auch Hesekiel 27,13 spricht von diesem Sklavenhandel. Mehr allgemein redet die Stelle Jes. 66,19 (wohl nachexilisch) von Javan als fernen Heiden, und die macedonischen Griechen sind Dan. 8,21; 10,20; 11,2 in Aussicht genommen, da Dan. 8-12 wohl aus viel späterer Zeit als Dan. 1-7 stammt.
Dagegen scheint Hes. 27,19 (wo Wedan und Javan als Händler südarabischer Spezereien auftreten) mit Javan ein arabischer Ort gemeint zu sein, nämlich Jain bei Medina, wie ja auch Wedan (Luther irrig „Dan und Javan“ statt W. und Javan) das zwischen Mekka und Medina zu suchende Waddan bezeichnet.