Jagd
Jagd. Eine Vorliebe für die Jagd tritt uns im Alten Testament nur bei solchen Männern entgegen, welche dem Volke Gottes nicht angehören, wie Nimrod, Ismael, Esau. Da aber das Land Kanaan auch in der Zeit, wo es stark bevölkert war, einen nicht unbedeutenden Wildstand hatte, wie denn sogar Löwen häufig erwähnt werden, so war eine Abwehr der wilden Tiere schon um der Herden willen geboten, vgl. 1 Sa. 17,34 ff.; 2 Sa. 23,20; Am. 3,12. Daß eine Ausrottung des Wilds vom Gesetz nicht beabsichtigt war, zeigen die Vorschriften 2 Mo. 23,11; 3 Mo. 25,7. Andererseits galt ein starkes Überhandnehmen der wilden Tiere für ein Zeichen göttl. Fluches, Jes. 7,24; Jer. 5,6. Das Gesetz erlaubt, das Fleisch von Rehen u. Hirschen zu essen, 5 Mo. 12,22; doch mußte das Blut eines erlegten Tieres ausgegossen und mit Erde bedeckt werden, 3 Mo. 17,13; 5 Mo. 12,15 f. Große Tiere, wie Löwen, fing man gerne in Fallgruben, Ps. 9,16; Hes. 19,14. Andere mit Bogen und Pfeil, 1 Mo. 27,3, Netzen, Schlingen und Fallen, Hi. 18,10; Spr. 22,5; Jes. 51,20. Bei der Vogeljagd (s. auch Rebhuhn) gebrauchte man Schlingen, Ps. 91,3; 140,6, und auch Lockvögel, Jer. 5,27; Sir. 11,31. Jagdhunde kommen nicht im Alten Testament, dagegen auf assyrischen und ägyptischen Denkmälern vor ().