Hunger
Hunger. Der Hunger erinnert uns immer wieder an unsere persönliche Ohnmacht und unsere Abhängigkeit von Gott und ist eines der Hauptstrafgerichte Gottes. Jes. 14,30; 51,19; Jer. 14,15 ff.; 27,13 usw.; Offb. 18,8. Übrigens ist Hunger die natürliche Folge der Faulheit u. Verschwendung (Spr. 19,15; Luk. 15,17). Auch vor dem Hunger kann Gott die Seinen schützen, 1 Sa. 2,5; Hi. 5,22; Spr. 10,3. Und uns gibt der Hunger unserer Nebenmenschen Gelegenheit, ihnen u. damit dem Herrn selbst Liebe zu erweisen (Mt. 25,35. 42) und auch auf des Feindes Haupt feurige Kohlen zu sammeln. Bildlich wird das Hungern nicht so oft verwendet als das Dürsten. Am. 8,11 redet von einem Hunger nach Gottes Wort zu einer Zeit, da Gott dasselbe zurückhält; Jesus von einem Hungern (und Dürsten) nach Gerechtigkeit (Mt. 5,6, s. Gerechtigkeit).