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Hund

Hund. Im Morgenland sind die Hunde meist herrenlose Tiere. Weil sie gerne die Fremden anbellen, heißt es 2 Mo. 11,7: gegen die Kinder Israels soll kein Hund seine Zunge spitzen. Bei Nacht ziehen sie heulend durch die Straßen und können dann geradezu gefährlich werden, vgl. Ps. 22,17. 21; 59,7. 15. Sie verzehren die Abfälle, die auf die Straße geworfen werden, auch Aas, 2 Mo. 22,31, ja sogar Leichen fressen sie an, 2 Kö. 9,35 f.; 1 Kö. 14,11; Jer. 15,3. So ist es nicht zu verwundern, wenn der Hund den Hebräern ein unreines Tier, ja der Inbegriff alles Gemeinen, Verächtlichen ist, 1 Sa. 17,43; 2 Sa. 3,8; 16,9; Mt. 7,6; Phi. 3,2; Offb. 22,15. So auch in wegwerfender Selbstbezeichnung, 1 Sa. 24,15; 2 Sa. 9,8. Die Ekelhaftigkeit des Hund wird Spr. 26,11; 2 Petr. 2,22 berührt. Wegen der Geilheit des Hund werden 5 Mo. 23,19 unzüchtige Mannspersonen (vgl. Röm. 1,27) Hunde genannt (Hundegeld s. v. a. Buhlerlohn). Wie noch jetzt die Christen von den Mohammedanern Hunde genannt werden, so pflegten die späteren Juden von den Heiden als von Hunden zu sprechen, vgl. Mt. 15,26.
Haushunde kommen erst Tob. 6,1; Mt. 15,27, Hirtenhunde kommen Hi. 30,1; Jes. 56,10 vor.
 Ri. 7,5 sind die, welche gleich den Hund lecken, Leute, die es sich nicht bequem machen wollen.
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