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Herodias

Herodias, die Tochter des im Jahre 7 hingerichteten Aristobul und der Berenice, also Enkelin von Herodes dem Großen, wurde schon im siebten Jahr mit Herodes, dem Sohn der Hohepriesterstochter Mariamme, verlobt und später verheiratet. Aus dieser Ehe stammt Salome, die spätere Gemahlin des Vierfürsten Philippus. Der ehrgeizigen Herodias genügte die Privatstellung ihres Mannes nicht. Als darum Antipas, der Vierfürst Galiläas, i. J. 34 bei seiner Reise nach Rom im Hause seines Bruders einkehrte und ihr einen Heiratsantrag stellte, ging sie bereitwillig darauf ein. Es wurde verabredet, daß Antipas nach der Rückkehr von Rom seine Gemahlin, die Tochter des Aretas, verstoßen und mit Herodias Hochzeit machen sollte. Wie wenig Segen in dieser doppelt ungesetzlichen Verbindung war, hat die Geschichte des Herodes Antipas (s. d.) gezeigt (vgl. Mk. 6,19 ff.), dessen böser Geist sie von da an war.

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