Hadad-Rimmon
Hadad-Rimmon kommt nur Sach 12,11 vor, wo die Klage Israels um den Durchstochenen verglichen wird mit der „Klage Hadad-Rimmon im Tale von Megiddo“. Nun ist bekanntlich Josia von Juda im Kampfe gegen Necho von Ägypten bei Megiddo gefallen 609 v. Chr., in Trauerliedern viel beklagt, wie 2Chr 35,25 f. ausdrücklich berichtet. So ergibt sich als einfachste Erklärung: Klage über Hadad-Rimmon, das heißt das dort Vorgefallene. (Klage bei Hadad-Rimmon, wie Luther übersetzt, heißt es nicht.) Hadad-Rimmon müßte dann die genauere Bezeichnung des Ortes der Verwundung oder des Todes Jostas sein, und in der Tat findet sich etwa ¾ Stunden südlich von Ledschun, das man für Megiddo hält, ein Dorf Rummaneh. Der Name ist wohl ursprünglich Name einer syrischen Gottheit, und so hat man auch schon erklärt: die Klage um den Gott Hadad-Rimmon, ähnlich wie die Phönikier den Tod des Gottes Adonis, das heißt das Abnehmen der Sonne beklagten. Schlatter (Zur Topographie und Geschichte Palästinas. Stuttgart 1893, S. 297) bietet eine interessante andere Kombination.