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Grund

Grund, im eigentlichen Sinn öfter entweder — Tiese oder Niederung oder Grundlage. Bildlich
1) als Tiefe: Grund des Herzens, das Verborgene, Innerste desselben, Ps. 36,2, ist Gott bekannt, Ps. 44,22, vgl. Jer. 17,9. 10.
2) Als Grundlage,
a. worauf man sich stützen oder bauen kann: Grund der Hoffnung 1 Pe. 3,15, der Lehre Luk. 1,4, der Wahrheit Spr. 22,21. Der Grund, auf welchen die Gemeinde erbaut ist, ist Christus und das Zeugnis der Apostel und Propheten: Eph. 2,20, vgl. Mt. 16,18; 1 Kor. 3,11; Mt. 21,42; 1 Pe. 2,7, vgl. auch Mt. 7,24 ff. 1 Tim. 3,15 heißt die Gemeinde Pfeiler und Grundfeste der Wahrheit, das heißt die Gemeinde dient der Wahrheit, wozu ein Sockel dem Bilde dient, das er trägt: Gottes Wahrheit wird sichtbar und wirksam durch sie. Nach anderer Erklärung wird das „Pfeiler u. Grund d. W.“ zu dem „Geheimnis der Gottseligkeit“, V. 16, gezogen. 2 Tim. 2,19 ist der feste Grund = der Bau Gottes, das heißt die Gemeinde seiner Erwählten.
b. Grundlage als Anfang einer Arbeit, von dem aus fortgefahren werden kann: Röm. 15,20 fremder Grund = von andern gemachter Anfang, auf dem Paulus seinem Beruf gemäß nicht bauen will, 1 Kor. 3,10 von ihm selbst gelegter Grund, auf welchem andere fortbauen, Hbr. 6,1 Anfang der christl. Lehre, von welchem weiter gegangen werden muß, 1 Tim. 6,19 guter Grund aufs Zukünftige = guter Grundstock bleibender Schätze, der noch weiteren Gewinn verspricht.null
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