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Grenze

Grenze. Gott hat die natürlichen Grenzen gesetzt zwischen Licht und Finsternis, Hi. 38,20; 26,10, Den Wassern ist eine Grenze von Gott gesetzt, Ps. 104,9, vgl. Spr. 8,29. Von den Ländern sagt Ps. 74,17: Du setzest jedem Land seine Grenze Auch die geschichtlichen Grenze haben sich unter Gottes Leitung gebildet: Apg. 17,26. Insbesondere hat Gott, da er die Völker zerteilte, die Grenze der Völker nach der Zahl der Kinder Israels gesetzt, 5 Mo. 32,8. Weil das Reich Gottes Zielpunkt der Völkergeschichte ist, so ordnete Gottes Weisheit es so, daß Israel ein Land bekam, groß genug und mitten unten den Völkern, Hes. 5,5, und so gelegen, wie es der Bestimmung Israels entsprach, abgesondert zu sein, 4 Mo. 23,9, und doch ein Mittelpunkt von Segnungen für alle Nationen, 1 Mo. 12. Die Grenze dieses h. Landes, im allgemeinen 2 Mo. 23,31; 5 Mo. 11,24; Jos. 1,4, näher 4 Mo. 34,2 usw. Vorausbestimmt, werden im zweiten Teil des Buches $$Josua,Kap. 13-19::Jos 13-19$$, faktisch eingenommen und die vielfach heute nicht mehr bestimmbaren Grenzen der Stämme beschrieben. Gott hatte verheißen, diese Grenze zu erweitern, 2 Mo. 34,24; 5 Mo. 12,20; die Erfüllung zur Zeit Salomes s. 1 Kö. 5,1; 8,65, wie später zur Zeit Jerobeams II., 2 Kö. 14,25; Am. 6,14, auch zum Hesekielischen Zukunstsbild gehört die Neuberstellung der Grenze, Hes. 47,15-20, Selbst die Grenze des Erbteils jeder Familie sind unter Gottes Schutz gestellt. Die mosaische Gesetzgebung will die Grenze des Erbguts jeder Familie erhalten und die Bildung von Latifundien verhüten, Jes. 5,8; 5 Mo. 19,14. Die Grenze, die wohl durch Grenzzeichen, besonders Steine, Jes. 19,19, bezeichnet waren, sollen weder durch Versetzung der Steine, noch Abpflügung einer Furche, noch durch betrügliche Rechtsstreitigkeiten verrückt oder geengert werden. Diesem Verbrechen gilt einer der zwölf Flüche von Gbal, 5 Mo. 27,17; Spr. 22,28; Hi. 24,2. Die Fürsten Judas werden Hos. 5,10 mit Grenzverrückern verglichen, weil sie die Marksteine des Heiligen und Unheiligen verrücken. Insbesondere ist es ein großer Frevel, auf der Waisen Acker zu gehen, Spr. 23,10, denn Gott bestätigt die Grenze der Witwen, Spr. 15,25. In der Bedeutung von Gebiet, Markung, zum Beispiel in allen Grenzen Israels, 1 Sa. 11,3. 7; 1 Kö. 1,3; Mt. 2,16; Mk. 7,31 u. a.

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