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Gras

Gras. In 1 Mo. 1,11 (wörtlich: „die Erde lasse grünen Grünes, [nämlich] Kraut, das sich besame, und fruchttragende Bäume“) werden zweierlei Pflanzen unterschieden, die krautartigen und die baumartigen. Die ersteren teilen sich wieder in Gras, das vornehmlich dem Vieh zur Nahrung dient, und Kraut, auf das auch der Mensch angewiesen wird, 1 Mo. 3,18; Ps. 104,14; 147,8 f., doch ohne scharfe Trennung beider, Mk. 4,28. Das üppige Wachstum des Gras bei reichlicher Bewässerung ist ein Bild fröhlichen Gedeihens, Jes. 44,4; 66,14, reicher Nachkommenschaft, Hi. 5,25; aber auch, weil es abgemäht wird oder in der Hitze verdorrt, des kurzen Glückes der Gottlosen, Ps. 92,8; 37,2; Hi. 8,11 ff., überhaupt des flüchtigen Bestands des menschlichen Wesens u. Lebens, Ps. 90,5 f.; 103,15; Jes. 40,6 f.; 1 Pe. 1,24; Jak. 1,10 f. Wie das Gras in der Dürre welkt, so verschmachtet das Herz in der Trübsalshitze, Ps. 102,5. 12, Auf den (flachen) Dächern kann wohl Gras sprossen, aber es verdorrt bald wieder, daher der Fluch über die Dränger Israels, Ps. 129,6. Bei Mt. 6,30; Luk. 12,28 ist daran zu denken, daß im Morgenlande nicht selten dürres Gras zur Feuerung verwendet wird.
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