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Gog

Gog [schon babyl. in den Tell-el-Amarnabriefen Gâgai im Sinn von Barbar, Nordländer, Bettler; aber auch schon in der Hammurapi-Zeit hieß ein Vorort von Sippar und das dahin führende Tor Gâgu und eine dort befindliche Baulichkeit bît Gâgi, was manche einfach mit Kloster übersetzen. Ferner ist zu bemerken, daß nach Hugo Winckler der Hes. 39,11 erwähnte Name des Massengrabes von Gôg „Tal der Vorübergehenden“, gê ha-‘oberîm, eine Erinnerung an die amoritischen Sagaz oder Chabiri der Tell-el-Amarnabriefe und der Boghazkiöi-urkunden in sich birgt, die demnach nichts mit den Hebräern zu tun haben, sondern wohl eranische Nomaden gewesen sein werden|. Nach Hes. 38 und 39 ein Fürst im Lande Magog (Mo. 10,2), das in Verbindung mit Mesech und Thubal genannt wird, Führer zahlloser Reiterscharen, welche Israel in der letzten Zeit, nach seiner Bekehrung und Rückkehr in das Land überfluten, aber von Gott vernichtet werden, worauf alle Völker der Erde den Gott Israels anerkennen. In Offb. 20,8. 9 erscheinen Gog u. Magog als zwei verbündete Völkerheere, die sich aus allen vier Örtern der Erde versammeln, das Volk Gottes zu verderben. Ihrer Vernichtung folgt die Neuschöpfung von Himmel und Erde. Die meisten Erklärer halten dafür, Hesekiels Weissagung lehne sich äußerlich an einen Einfall der Skythen in Vorderasien an; auf dieses wilde Reitervolk würde die Schilderung des Propheten passen.
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