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Geschwätz

Geschwätz. Es ist eine Aufgabe der christlichen Selbstbeherrschung, in der Mitteilung an andere sich auf das zu beschränken, was der Mitteilung wert ist, auf das Wahre, Gehaltvolle, Schöne, Ehrbare, Wohllautende, Phi. 4,8. Darum werden im Neuen Testament nicht bloß sittlich anstößige Reden, Eph. 4,29; 5,4; Kol. 3,8, sondern eitles, schales Geschwätz überhaupt für eines Christen unwürdig erklärt, 1 Tim. 1,6; 5,13; Tit. 1,10. Doch sind unter dem „losen Geschwätz“ insbesondere, 1 Tim. 6,20; 2 Tim. 2,16, nicht bloß unnütze Reden, sondern zugleich Irrlehren zu verstehen, „Fabeln“ (s. d.), vgl. 1 Tim. 1,4; 4,7.
In Ps. 90,9 ist zu übersetzen: wir verbringen unsere Jahre wie einen Gedanken (statt wie ein Geschwätz), womit das rasche Vorübergehen und spurlose Verschwinden veranschaulicht werden soll. 1 Kor. 15,33 statt „böse Geschwätze“ wohl: schlechter Umgang.
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