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Geruch

Geruch. 1) „ein Feuer zum süßen Geruch dem Herrn“ ist stehende Bezeichnung der Opfer, die auf dem Altar verbrannt wurden, 3 Mo. 1,9; 2,2 usw., vgl. 1 Mo. 8,21. Sie ist aber nicht wörtlich zu verstehen, als ob die Israeliten in heidnischer Weise sich vorgestellt hätten, Gott habe am Geruch der Opfer eine Freude; sondern es ist ein bildlicher Ausdruck, der sagen will, daß Gott die ihm nach seinen Verordnungen dargebrachten Opfer gnädig annehme. Bildlich von geistlichen Opfern des Neuen Testaments; sowohl vom Opfer Christi (Eph. 5,2) als von den Opfern der Christen (Phi. 4,18).
2) Weil der Geruch bei vielen Dingen ihre Beschaffenheit verrät, so bezeichnet das Wort bildlich auf Personen angewandt den günstigen oder unangenehmen Eindruck, den sie auf andere machen, 1 Mo. 27,27; 2 Mo. 5,21; Jer. 48,11.
 2 Kor. 2,14-16 schreibt Paulus den Aposteln den Beruf zu, den Geruch Christi und seiner Erkenntnis, das heißt den heilsamen Eindruck der Evangeliumspredigt, in der Welt zu verbreiten; übrigens werde derselbe unter denen, die verloren werden, ein Geruch des Todes zum Tode und nur unter denen, die selig werden, ein Geruch des Lebens zum Leben.
3) Hi. 14,9, der Baum grünt wieder vom Geruch des Wassers; hier ist das Ansichziehen des Wassers von seiten des Baumes mit einem Einatmen desselben verglichen.
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