Gebärden
Gebärden, Bewegungen des Angesichts und der Glieder (besonders auch unwillkürliche), durch welche sich das Innere des Menschen kundtut. So stolze Gebärden, Ps. 101,5 (vgl. Spr. 6,17), Verstellung, Änderung der natürlichen, gewöhnlichen Gebärden im Zorn und Hass, 1 Mo. 4,5. 6, im Schrecken, zugleich aber auch mit Absicht der Täuschung, bei David 1 Sa. 21,13 (er gebärdete sich als wahnsinnig). Christus ist auch an Gebärden, in der ganzen äußeren Haltung, als Mensch erfunden worden, Phi. 2,7. Uneigentlich steht das Wort Luk. 17,20 von der Erscheinung des Reiches Gottes in der gegenwärtigen Weltzeit: es kommt nicht mit Gepränge, so daß man es mit Augen sehen könnte.