Garizim
Garizim (jetzt Dschebel et-Tor), Berg im Süden von Sichem (Nablus), 868 m hoch (Tafel 11). Von hier aus sollte der Segen dem Volke Israel verkündigt werden, 5 Mo. 11,29; 27,12, von hier aus erzählt Jotham seine Parabel von den Bäumen, Ri. 9,7 ff. Später erbauten die Samariter ca. 300 v. Chr. auf seinem Gipfel einen Tempel, der 129 v. Chr. durch Johannes Hyrkanus zerstört wurde. Noch zur Zeit Christi erscheint er als heil. Stätte dieses Volkes (Joh. 4,20 f.). Heute noch wird hier am Passahfest von dem Oberpriester der samaritan. Gemeinde ein Opfer dargebracht. Auf der Gipfelfläche befinden sich noch die Ruinen einer Festung, sowie einer christl. Kirche. Die Aussicht ist herrlich, nur im Norden durch den Ebal etwas verdeckt. Mit Ausnahme einer grünen, mit Ölbäumen besetzten Schlucht ist der Berg gleich dem Ebal heute öde und unfruchtbar.