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Fuß

Fuß. Über die Fußbekleidung s. Schuhe und Barfuß.

Dem ins Haus Tretenden werden die Füße gewaschen, wo dies versäumt wird, ist die einfachste Höflichkeit verletzt, Luk. 7,44. Das Geschäft kam, wie das Auflösen der Schuhriemen, dem Diener zu, Mk. 1,7; Joh. 13,2 ff. Zu 1 Sa. 24,4 f. Decken.

Sehr häufig wird der Fuß in bildlichen Redewendungen erwähnt. Unfälle im äußern Lebensgang heißen ein Gleiten, Straucheln, Anstoßen des Fuß, Ps. 121,3; 91,12; 94,18. Ebenso werden aber auch sittliche Anstöße oder religiöse Irrungen bezeichnet, Ps. 73,2; überhaupt ist das Gehen mit den Füßen ein Bild des sittlichen (oder unsittlichen) Lebenswandels, Ps. 119,59. 101. 105. Der Sitz zu den Füßen eines andern ist ein untergeordneter Platz, Jak. 2,3, daher der Platz des Lernenden, Luk. 10,39; Apg. 22,3. Den Staub von den Füßen schütteln bedeutet die Lossagung von aller Gemeinschaft; Mt. 10,14; Apg. 13,51. Mit Füßen treten heißt roh und übermütig behandeln, Ps. 41,10; Joh. 13,18; unter die Füße treten ist nach der sinnbildlichen Handlung, Jos. 10,24, Ausdruck für gänzliche Besiegung, vgl. Ps. 110,1, wie andererseits sich einem zu Füßen werfen, zu seinen Füßen anbeten, den Staub seiner Füße lecken (Jes. 49,23) die demütigste Unterwerfung und Huldigung ausdrückt.

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