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Fröhlichkeit

Fröhlich, -keit bedeutet eine Freude, die das Herz und die Glieder des Menschen nicht ruhig läßt, sondern in lebhafte Bewegung setzt, sich also irgendwie nach außen äußert, vgl. Spr. 15,13: ein fröhlich Herz macht ein fröhlich Angesicht; Ps. 51,10: Laß mich hören Freude und Wonne, daß die Gebeine f. werden. Insbesondere der Mund kann bei der Fröhlich, Fröhlichkeit nicht stumm bleiben; Ps. 71,23; Jes. 14,7; Ps. 103,5. Noch stärker liegt dies in dem Ausdruck „frohlocken“ (Ps. 95,1; 100,2; Jes. 44,23). Ja weil bei f. alles auf den äußeren Ausdruck ankommt, so können in dichterischer Sprache auch solche Dinge f. heißen, die ohne wirklich inneres Bewußtsein f. aussehen; zum Beispiel Ps. 98,8: alle Berge seien f.; Jes. 35,1: das Gefilde wird fröhlich stehen. Übrigens beschränkt die Bibel das Fröhlichmachen keineswegs auf irdische Dinge (wie zum Beispiel den Wein Ri. 9,13, ein tugendsam Weib Sir. 26,4; Kindersegen Ps. 113,9), sondern redet ausdrücklich auch von einer „Fröhlichkeit am Herrn“ (Sach. 10,7); ja diese kann da sein neben äußerer Traurigkeit (2 Kor. 6,10). Fröhlichkeit ist nicht nur für die äußere und innere Gesundheit des Menschen zuträglich, Sir. 30,23. 25, sondern macht auch geschickt, sich im Leiden aufrecht zu halten, Röm. 12,12. und ist Gott wohlgefällig (2 Kor. 9,7, vgl. Luk. 15,32).

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