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Freudigkeit

Freudig, Freudigkeit. Dieses Wort, von Luther eigentlich immer freidig geschrieben, kommt nicht von Freude her, sondern hat die Bedeutung: kühn, mutig. So von einem Heerführer, Jos. 1,7. Weiter bedeutet es den auf innerer Überzeugung ruhenden und vor keiner Gefahr sich fürchtenden Freimut, den zum Beispiel ein Verkündiger des Evangeliums haben muß, in Wort und Tat (Apg. 4,29. 31; 26,26; 2 Kor. 7,4; Eph. 6,19 f.; Phi. 1,20; 1 Th. 2,2). Ferner wird es gebraucht von der Zuversicht des Christen Gott gegenüber, wie wir sie um Christi willen haben dürfen (Eph. 3,12) und fleißig benützen sollen zur Tilgung unserer Sündenschuld (Hbr. 4,16; 10,19), zum Gebet im Namen Jesu (1 Joh. 5,14, vgl. 3,21). Diese „Freudigkeit“ wird dann auch einmal standhalten, wenn wir vor Christus erscheinen müssen am Tag des Gerichts (1 Joh. 2,28; 4,17). Auch „der freudige Geist“, um welchen der Psalmist (51,14) bittet, ist der Geist des Muts, von dem gestärkt der Vegnadigte sich wieder zu Gott zu erheben wagt.

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