Fliegen und Mücken
Fliegen und Mücken kommen im Orient, namentlich aber in Ägypten, sehr häufig vor; Bremen oder Hundsfliegen, die schon durch ihr Tönen die Viehherden so außer sich bringen, daß die Tiere wie toll davonrennen, bis sie ermattet niederstürzen; verschiedene kleine M. und Schnaken (Moskitos), deren Stich empfindliche, dauernde Schmerzen verursacht und deren Singen schon die Nachtruhe des Menschen stört, weshalb man zum Schutze Mückennetze am Bett hat (ein solches ist der „Vorhang“ Jud. 13,9. 19), sodann die Stechfliege und die Stubenfliege, die wenigstens durch ihre Menge lästig wird und dem Menschen manches verderbt (Pr. 10,1). Die dritte Plage Ägyptens 2 Mo. 8,12 ff. waren wahrscheinlich Moskitos, vgl. Wsh. 19,10, die vierte 2 Mo. 8,16 (Luther: Ungeziefer) die Hundsfliegen, Wsh 16,9. In Jes. 7,18 sind die Fliegenschwärme ein Bild des zahllosen ägyptisch. Heeres. Das Mückenseihen würde der Herr Mt. 23,24 den Pharisäern nicht zum Vorwurf machen, wenn sie nicht daneben Kamele verschluckten, das heißt wenn sie nicht über ihrer kleinlichen und peinlichen äußeren Gesetzlichkeit das Wichtigere: Gerechtigkeit, Liebe, Glauben versäumten, V. 23. Siehe auch Baal Sebub.